Die kurze Antwort: Grobes Salz und eine halbe Zitrone nehmen die meisten Gerüche in fünf Minuten. Hilft das nicht, erledigt eine Paste aus Natron und Wasser den Rest. Riecht das Brett dagegen muffig oder ranzig, ist das kein Küchengeruch mehr: Dann hilft nur Abschleifen und neues Ölen.
Zwiebel, Knoblauch und Fisch bringen stark riechende Stoffe mit, die sich gern im Holz festsetzen. Das ist kein Zeichen für ein schlechtes Brett. Holz nimmt Flüssigkeit von der Oberfläche auf, und mit ihr ein Stück vom Geruch. Die gute Nachricht: Er sitzt in den obersten Schichten, und dort kommst du leicht heran.
Welcher Geruch, welches Mittel
| Geruch | Zuerst | Wenn er bleibt |
|---|---|---|
| Zwiebel, Knoblauch | Grobes Salz und halbe Zitrone | Natronpaste, eine Viertelstunde wirken lassen |
| Fisch, Meeresfrüchte | Kalt abspülen, dann Salz und Zitrone | Verdünnter Essig, danach gut trocknen lassen |
| Curry, Gewürzpasten | Warmes Wasser, Spülmittel, Bürste | Salz und Zitrone, bei Verfärbung anschleifen |
| Muffig, modrig | Ein bis zwei Tage aufrecht trocknen lassen | Abschleifen und neu ölen |
| Ranzig, alt | Kein Hausmittel hilft | Abschleifen, künftig kein Speiseöl mehr |
Salz und Zitrone: der Klassiker
Streu grobes Salz auf die feuchte Fläche, schneide eine Zitrone durch und reib mit der Schnittfläche kräftig über das Brett. Das Salz wirkt wie ein feines Scheuermittel, der Zitronensaft löst den Geruch. Zwei bis fünf Minuten stehen lassen, abspülen, abtrocknen, aufrecht stellen. Bei Knoblauch reicht das fast immer.
Einmal ist kein Problem. Machst du es aber täglich, trägt die Säure mit der Zeit etwas vom Öl ab. Prüf dann ab und zu mit ein paar Wassertropfen, ob das Holz noch geschützt ist. Ziehen sie ein, ölst du nach, etwa mit dem Pflege-Set NO.4, in dem Leinöl-Firnis, Pads und ein Schleifschwamm zusammen stecken.
Natron für hartnäckige Fälle
Drei Teile Natron und ein Teil Wasser ergeben eine dicke Paste. Streich sie auf die Stelle, lass sie eine Viertelstunde wirken und bürste sie dann mit etwas warmem Wasser ab. Natron bindet Gerüche, das kennst du vielleicht vom offenen Päckchen im Kühlschrank.
Nimm Natron und Zitrone oder Essig nicht gleichzeitig. Die beiden schäumen auf und heben sich gegenseitig auf. Erst das eine, abspülen, dann bei Bedarf das andere.
Fisch: erst kalt, dann warm
Fisch ist ein Sonderfall. Heißes Wasser lässt Eiweißreste auf dem Holz stocken, und dann halten sie den Geruch fest. Spül das Brett deshalb zuerst kalt ab und erst danach warm mit Spülmittel. Gegen den typischen Fischgeruch hilft Säure besonders gut: Zitrone oder ein Schuss Essig in einer Tasse Wasser, mit dem Tuch aufgetragen. Danach wie immer abtrocknen und aufrecht stellen.
Wenn der Geruch nicht aus der Küche kommt
Riecht dein Brett muffig, obwohl nichts Besonderes darauf lag, steckt Feuchtigkeit im Holz. Meist hat es flach auf der Arbeitsplatte gelegen oder ist feucht in den Schrank gewandert. Lass es ein bis zwei Tage an einem luftigen Platz aufrecht trocknen. Bleibt der Geruch, schau dir Unterseite und Kanten genau an: Dunkle Punkte deuten auf Schimmel. Was dann zu tun ist, steht im Beitrag Risse, Verzug, Flecken: Holzbrett retten.
Ranziger Geruch hat eine andere Ursache: Speiseöl. Olivenöl oder Sonnenblumenöl härten nicht aus und werden mit der Zeit ranzig. Abwaschen hilft da nicht. Du musst die Oberfläche abschleifen, bis frisches Holz kommt, und danach mit einem aushärtenden Öl neu ölen. Welches taugt, steht im Beitrag Holzpflegeöl: welches Öl für welches Holz.
Zwei Bretter, weniger Ärger
Die einfachste Lösung gegen Geruch ist Arbeitsteilung. Viele nehmen ein Brett für Zwiebeln, Knoblauch, Fisch und Fleisch und ein zweites für Brot, Obst und Käse. Für die kräftigen Sachen passt ein dunkles Holz, auf dem Verfärbungen kaum auffallen, etwa das Stirnholz-Schneidebrett aus Nussbaum ab 135 Euro oder das leichtere Längsholzbrett aus Nussbaum ab 85 Euro.
Für Brot und Obst nimmst du ein zweites Brett, zum Beispiel ein Längsholz-Schneidebrett aus Kirsche ab 65 Euro oder ein Stirnholzbrett aus Esche. Und wer abends gern Brotzeit macht, legt Käse und Wurst auf ein eigenes Vesperbrett aus Eiche, das nie eine Zwiebel gesehen hat.
Kirschholz Schneidebrett, massiv & langlebig
ab 65,00 €
Stirnholz Schneidebrett Esche
ab 105,00 €
Eichenholz Vesperbrett - Naturverbunden und stilvoll
ab 30,00 €
Wie du dein Brett im Alltag sauber hältst, ohne ihm zu schaden, steht im Beitrag Schneidebrett in die Spülmaschine. Alles zum Nachölen findest du unter Holzpflege, weitere Bretter unter Schneidebretter.
Passend dazu: Holzbrett reinigen mit Hausmitteln und Schimmel auf dem Schneidebrett.


