Die kurze Antwort: Einen magnetischen Messerblock aus Holz wischst du mit einem feuchten, gut ausgewrungenen Tuch ab und trocknest ihn sofort nach. Ein bis zwei Mal im Jahr bekommt er etwas Öl. Wasserbad, Spülmaschine und scharfe Reiniger sind tabu.
Ein Messerblock wird selten gewaschen, aber er steht jeden Tag in der Küche. Fettdunst vom Herd, Spritzer vom Schneiden, feuchte Klingen: Mit der Zeit sieht man ihm das an. Die gute Nachricht ist, dass die Reinigung bei einem offenen Magnetblock eine Sache von zwei Minuten ist.
Der große Vorteil: keine verborgenen Schlitze
Beim klassischen Schlitzblock steckt jede Klinge in einem engen Schacht. Was dort hineinfällt, Brotkrümel, Staub oder ein Rest Feuchtigkeit von einem nicht ganz trockenen Messer, bleibt drin. Ausspülen kann man die Schächte kaum, und trocknen schon gar nicht.
Ein magnetischer Block hat keine Schächte. Die Messer hängen außen an der Holzfläche, gehalten von starken Magnetleisten im Inneren. Alles, was du reinigen musst, siehst du auch. Beim magnetischen Messerblock aus Eiche sind das die glatten Holzflächen und die Kanten, mehr nicht.
| Schlitzblock | Magnetischer Block | |
|---|---|---|
| Schmutz | sammelt sich unsichtbar in den Schächten | liegt offen, du siehst ihn sofort |
| Reinigung | nur mühsam mit Bürste oder Druckluft | abwischen, fertig |
| Trocknen | Feuchtigkeit bleibt im Schacht | Luft kommt überall hin |
| Schneide | reibt beim Hineinstecken am Schacht | liegt flach am Holz |
So reinigst du den Block im Alltag
- Messer abnehmen. Kipp jedes Messer leicht zur Seite, dann löst es sich vom Magneten, ohne dass die Schneide übers Holz rutscht.
- Feucht abwischen. Ein weiches Tuch, warmes Wasser, bei Fett ein Tropfen mildes Spülmittel. Das Tuch gut auswringen, der Block soll nur feucht werden, nicht nass.
- Sofort trocknen. Mit einem trockenen Tuch nachwischen, auch an den Kanten und am Boden.
Wie oft? Das hängt davon ab, wo der Block steht. Neben dem Herd sammelt sich schneller ein Fettfilm als am anderen Ende der Arbeitsplatte. Einmal im Monat ist für die meisten Küchen ein guter Rhythmus.
Was du lieber lässt
- Unter fließendes Wasser halten oder einweichen. Massivholz saugt sich voll und quillt. Beim Trocknen entstehen Spannungen, die zu Rissen führen können.
- Spülmaschine. Hitze, Dauernässe und Reiniger holen das Öl aus dem Holz. Die Oberfläche wird rau und grau.
- Scharfe Reiniger, Essigessenz, Scheuermilch. Sie greifen die Oberfläche an und können Flecken hinterlassen.
- Nasse Messer anhängen. Das Wasser läuft an der Klinge herunter und bleibt am Holz stehen. Messer immer erst abtrocknen.
Die Messer gehören zur Pflege dazu
Der beste Schutz für den Block ist ein sauberes, trockenes Messer. Wer Klingen nach dem Spülen direkt abtrocknet und erst dann anhängt, muss den Block kaum reinigen. Das tut auch den Messern gut, denn Feuchtigkeit und Säure aus Zwiebel oder Tomate greifen auf Dauer den Stahl an, vor allem Klingen aus Kohlenstoffstahl.
Nach dem Schärfen am Wetzstahl oder Schleifstein haften oft feine Metallspäne an der Klinge. Wisch das Messer vorher gründlich ab, sonst zieht der Magnet die Späne an und sie hinterlassen dunkle Spuren auf dem Holz.
Welche Unterlage die Klinge überhaupt schont, ist die andere Hälfte der Geschichte. Auf einem Stirnholz-Schneidebrett aus Esche fährt das Messer zwischen die senkrechten Fasern, statt quer durch sie hindurch. So bleibt es länger scharf, und du musst seltener schärfen.
Ölen: ein bis zwei Mal im Jahr
Weil ein Messerblock nicht gewaschen wird wie ein Brett, braucht er auch viel seltener Öl. Ob es so weit ist, zeigt dir ein Wassertropfen: Perlt er ab, ist alles gut. Zieht er ein und das Holz wird an der Stelle dunkler, ist es Zeit.
So gehst du vor: Messer abnehmen, Block reinigen und gut trocknen lassen. Dann das Öl mit einem Pad dünn auftragen, auf allen Seiten, 20 bis 30 Minuten einziehen lassen und den Überschuss mit einem Tuch abnehmen. Über Nacht trocknen lassen, am nächsten Tag hängen die Messer wieder dran. Alles dafür steckt im Pflege-Set NO.4: Leinöl-Firnis, zwei Pads, ein Ölsaugtuch und ein Schleifschwamm für raue Stellen.
Ein Hinweis, der ernst gemeint ist: Pads und Tücher mit Leinöl-Firnis immer flach ausgebreitet trocknen lassen, nie zusammengeknüllt in den Müll. Beim Aushärten entsteht Wärme, die sich im Knäuel staut.
Flecken, Kratzer und raue Stellen
Ein dunkler Wasserrand oder eine raue Stelle lässt sich meist mit dem Schleifschwamm leicht in Faserrichtung anschleifen, danach wird die Stelle neu geölt.
Jede Holzart altert dabei auf ihre Weise. Der Messerblock aus Nussbaum ist dunkel und verzeiht kleine Flecken am ehesten. Der Messerblock aus Kirschbaum dunkelt mit den Jahren nach und bekommt einen warmen, rötlichen Ton. Der Messerblock aus Esche ist hell und steht auf einer Edelstahl-Bodenplatte.
Magnetischer Messerblock Nussbaum
155,00 €
Magnetischer Messerblock Kirschbaum
145,00 €
Magnetischer Messerblock aus Esche
135,00 €
Warum ein Magnetblock die Klingen besser behandelt als Schlitze oder eine Wandleiste, steht im Beitrag Messerblock oder Magnetleiste?. Weitere Ideen für die Ordnung in der Küche findest du unter Messer richtig aufbewahren, das passende Öl im Beitrag Holzpflegeöl: welches Öl für welches Holz. Alle Blöcke stehen unter Messerblöcke.
Passend dazu: Warum Messer auf Holz länger scharf bleiben und Holzbrett reinigen mit Hausmitteln.


